Freude in euren Augen

„Ist ja nur mein Job.“

„Das ist geltendes Recht“

„Ich mach die Vorschriften ja nicht.“

„Ich will Menschen helfen.“

Das sind Eure Wort, spreche ich euch auf das an was ihr tut. Nun steht ihr da, den Stahlzaun im Rücken, den Nato-Draht über euren Köpfen. Mit kaltem Blick mustert ihr mich, während hinter euch mehr als Hundert Menschen in das Flugzeug gedrängt werden. Sie dürfen hier nicht sein, müssen zurück in die Gefahr, die Armut aus der sie geflohen sind. Dahin schiebt ihr sie zurück. Wir machen Lärm, rufen ihnen etwas zu, sie winken bevor sie den Blick traurig abwenden und die Gangway hinauf geschoben werden. Wir konnten sie nicht erreichen, konnten euch nicht hindern an dem was ihr tut.

Das Flugzeug rollt schließlich zur Startbahn und hebt ab. Niedergeschlagen ziehen wir ab, ihr lauft hingter uns her, lächelt grinst, macht eure Witze. Unsere wütenden Rufe verhallen, ersticken in Wut und Hass.

Ich sehe in eure Augen, sehe darin unausgesprochene Worte. „Endlich geschafft“ – „Erfolgreicher Einsatz“

Nur in diesen Kategorien denkt ihr – und ich zweifle wiedereinmal am Guten im Menschen.

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